Fragen, die man seinem Neurologen stellen sollte

Fragen stellen und Informationen an den Arzt weitergeben, das kann einiges zur guten Versorgung von MS-Betroffenen beitragen.

Eine gute Arzt-Patienten-Kommunikation ist Teamarbeit. Wenn sie funktioniert, ist die Versorgung, nicht nur von MS-Betroffenen, besser, sicherer und zufriedenstellender. Fragen zu stellen ist eine gute Möglichkeit, zu einer guten Behandlung beizutragen. Aber bei einem Termin hat man ja oft nicht viel Zeit und ist vielleicht zu nervös, als dass einem dann gleich die wichtigen Fragen einfallen würden. Umso sinnvoller kann es sein, die Fragen für so einen Termin vorzubereiten.

Ärzte wissen ja vieles, aber sie wissen nicht immer alles über alle Patienten und was das Beste für sie ist. Indem Sie Fragen stellen, beispielsweise zu Sorgen, die Sie sich wegen etwas machen, versorgen Sie Ihre Behandler mit wichtigen  Informationen.

Mit den folgenden Fragen kann man gut ins Gespräch starten:

  1. Warum ist dieses MRT/ diese Kortison-Behandlung/ dieser Test in meinem speziellen Fall notwendig?
  2. Wann und wie erhalte ich die Ergebnisse?
  3. Warum ist das neue Medikament in meinem speziellen Fall notwendig?
  4. Gibt es Alternativen zu diesem Medikament?
  5. Welche Nebenwirkungen können auftreten? Worauf sollte ich achten?
  6. Verträgt sich diese Kortison-Behandlung/ das neue Medikament mit den anderen Medikamenten, die ich nehme?
  7. Ich habe neben der MS auch noch Erkrankung X, hat das einen Einfluss auf meine Behandlung?

Am besten sagen Sie der medizinischen Fachangestellten der Neurologenpraxis schon vor dem Termin, dass Sie Fragen an den Arzt haben. Falls er Sie während des Termins nicht auf Fragen anspricht, fragen Sie ihn, wann der beste Zeitpunkt zum Fragenstellen ist.

Antworten verstehen und: wie geht es weiter?

Genauso wichtig wie das Fragenstellen ist es, dass Sie die Antworten verstehen.
Machen Sie sich dafür Notizen oder nehmen Sie jemanden zum Termin mit, der Sie darin unterstützen kann, das Gehörte zu verstehen und zu behalten. Wenn Sie eine Antwort nicht verstehen oder sie Sie verwirrt, bitten Sie Ihren Arzt, das noch einmal zu erklären.

Es ist wichtig, dass Sie verstehen, was der Arzt Ihnen empfiehlt oder was als nächstes zu tun ist. Auch hier gilt: nicht schüchtern sein und solange fragen, bis Sie alles verstanden haben.

Webseiten, Magazine, Broschüren oder Flyer können das Erklärte noch ergänzen. Sie sind allerdings kein Ersatz für ein  Arztgespräch.